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7 Etappen durch Friesland (Niederlande): 200 km ab Marknesse

 

Tag 1: Von Marknesse nach Urk

20 km, 2 Schleusen
Wir verlassen die Charterbasis über die Marknesservaart. Nach wenigen Metern biegen wir steuerbords in die Zwolse Vaart ab. Die erste Schleuse, die Marknessersluis, liegt vor uns.
Bedienzeiten beachten (s.u.)
Knapp sechs Kilometer nach der Schleuse erreichen wir die Lemstervaart, die wir queren.
Wer noch bunkern möchte, findet wenige Meter später (steuerbord, unmittelbar vor der Nagelerbrug) einen Anleger. Von hier aus sind es nur ein paar Meter zu Aldi und Lidl.
Ab der Nagelerbrug sind es noch zwölf Kilometer bis zu unserem Tagesziel Urk [sprich: Ürk]
Urk bietet verschiedene Liegeplätze. Der Gemeente Haven Urk befindet sich hinter der Urkersluis. Für den Schleusen-Aufwand werden wir mit einem Liegeplatz direkt an Urks Altstadt belohnt.
www.havendiensturk.nl

Bedienzeiten Brücken und Schleusen:
www.noordoostpolder.nl/bruggen-en-sluizen

Tag 2: Von Urk nach Lemmer

37 km, 3 Schleusen
Wir fahren bis Emmeloord die schon bekannte Strecke zurück. Über Backbord biegen wir in die Lemstervaart ein. Vor uns liegen rund 16 schnurgerade Kilometer, an deren Ende die Frieser Sluis auf uns wartet. Nach der Ausfahrt halten wir auf den Leuchtturm von Lemmer ("Vuurtoren van Lemmer") zu und biegen dann steuerbords ab. Nach ca. 300 Metern erreichen wir die alte Lemmersluis (nur für Sportboote, Schleusenzeiten beachten; außerhalb der Saison oder früh morgens/spät abends besser die Prinses Margrietsluis nutzen, allerdings hat man hier viel Berufsschifffahrt)

Mit etwas Glück bekommen wir irgendwo an der Langestreek einen Liegeplatz (im Sommer im Päckchen; hier mal schauen, was die Webcam sagt). Zeit zum Stadtbummel oder für einen Spaziergang zum nahen IJsselmeer. Im Herz von Lemmers schöner Altstadt genießen wir den Abend.

Alternativ: Wer einen Hafen mit seinen Annehmlichkeiten bevorzugt oder an der Langestreek keinen Platz gefunden hat, fährt einen Kilometer weiter zum Jachthaven Lemmer Binnen


Tag 3: Von Lemmer über Sloten und Woudsend nach Sneek

37 km, 2 Schleusen
Gemütlich verlassen wir Lemmer, kreuzen den Prinses Margrietkanal (Vorsicht: hohes Aufkommen Berufsschifffahrt) und befahren die Lange Sleat und die Ee (das ist kein Schreibfehler ;o)).
Nach kaum einer Stunde Fahrt erreichen wir das fast komplett von Wasser umgebende Sloten. Hier legen wir einen Mittagsstopp ein, besuchen die Kirche und vielleicht sogar ein Museum.
Weiter geht es östlich um Sloten herum; wir passieren eine BB (bewegliche Brücke) und erreichen das Slotermeer. Fahren wir in den Kanälen recht ruhig, kann es bei der Ausfahrt ins Slotermeer unverhofft etwas wackelig werden. Wir queren das Slotermeer und es geht weiter über die Ee nach Woudsend. Mitten im Ort, am Iewal, gibt es Anleger – perfekt für einen Nachmittagsstopp.
Zwar hätte auch Heeg mit seinen prächtigen Häusern aus dem Goldenen Zeitalter einen Stopp verdient, doch wir lassen es buchstäblich links liegen, ebenso wie IJlst.
Unser Tagesziel Sneek zeigt sich bei der Anfahrt aus Westen von seiner schönsten Seite. Wir halten direkt auf das Wahrzeichen der Stadt zu: die Waterpoort.
Bis zum Öffnen der Brücke haben wir Gelegenheit, ein paar schöne Fotos zu schießen. Dann geht es zusammen mit den anderen Booten um die Altstadtinsel herum. In einem der Jachthäfen, z. B. JH De Domp, machen wir fest.
Sneek, Frieslands Hotspot für Bootstouristen, hat alles, was das Herz begehrt.


Tag 4: Von Sneek über Grou nach Akkrum

24 km, 1 Schleuse
Ist man am Wochenende unterwegs, dann wird das Sneekermeer zum "Stau-See". Doch an einem Wochentag wie heute ist das Bootsaufkommen überschaubar. Allerdings ist auf der Strecke bis Grou auch die Berufsschifffahrt unterwegs. Also gut aufgepasst!
Die Durchfahrt der Schleuse Terherne geht schnell vonstatten; am späten Vormittag erreichen wir das hübsche Grou und bekommen den buchstäblich letzten freien Platz am Anleger direkt an der Fußgängerzone. Sollte dort alles belegt und das Päckchen keine Alternative sein, dann bleibt der Passantenhaven. Hier findet jeder sein Plätzchen.
Ausgeruht und gut gestärkt nehmen wir nun Kurs Richtung Süden.
Kurz vor Akkrum befahren wir ein Aquädukt. Es ist schon eine verkehrte Welt: Oben im Kanal fahren wir mit unserer Yacht … und unter uns auf der A32 die Autos.
Gleich nach dem Aquädukt bietet sich backbords eine schöne ruhige Liegestelle. Von hier aus erkunden wir Akkrum und lassen uns einen Kaffee zur Appeltaart schmecken.
Akkrum verfügt über drei Bewegliche Brücken; die erste wird vom Staat bedient (darüber rollt die Eisenbahn); die nächsten beiden sind Sportbooten vorbehalten. Also: Brückengeld bereithalten!
Wer den Abend in Akkrum verbringen möchte, macht fest im Jachthaven Tusken de Marren.
Wem der Sinn nach Freiheit und einem abgeschiedenen Platz in der Natur steht, fährt weiter. Auf dem Weg bis Goingarijp gibt es viele freie Liegeplätze, die ehrenamtlich durch De Marrekrite betreut werden (gebührenfrei, ohne Strom, dafür mit viiiel Ruhe).


Tag 5: Von Akkrum über das Tjeukemeer nach Echtenerbrug

36 km, keine Schleusen
Wem der Sinn nach Kunst, Kultur, Einkaufen steht, der macht heute einen Abstecher nach Joure und/oder Langweer. Spätestens mit dem Einbiegen auf den Skarster Rien wird es ländlich grün – Friesland wie man es sich vorstellt.
Das Tjeukemeer ist betonnt und wir fahren strikt in der Fahrrinne: erst nach Südwest, dann in östlicher Richtung. Gleich nach der Einfahrt in Pier Christiaansslaet haben wir Echtenerbrug und damit unser Tagesziel erreicht. Der Ort lebt vom (Wasser)Tourismus. Einer der zahlreichen Liegeplätze ist unserer für diese Nacht!
Alternativ: Jachthaven De Meerkoet


Tag 6: Von Echtenerbrug nach Steenwijk

28 km, 1 Schleuse
Wir tuckern gemütlich durch Friesland, das wir kurz vor Ossenzijl verlassen. Wir sind nun in der Provinz Overijssel. An der Landschaft ist kein Unterschied festzustellen: es bleibt flach und grün.
Unser Tagesziel ist Steenwijk, das bereits 1327 Stadtrechte erhielt. Bemerkens- und sehenswert ist vor allem die Jugendstilvilla Ramswoerthe, gelegen in einem herrlichen Park.
Wir versuchen unser Glück an der Gracht Houthaven/Steenwijkerdiep. Aber Vorsicht: nur im ersten Drittel, denn dann versperrt uns eine Brücke den Weg. Ist kein Liegeplatz frei, drehen wir und fahren die wenigen Meter zurück in den Jachthaven Steenwijkerdiep.


Tag 7: Von Steenwijk über Blokzijl nach Marknesse

27 km, 1 Schleuse
Nach einem ausgedehnten Frühstück starten wir zu unserer letzten Etappe. Auf halber Strecke kommen wir nach Blokzijl. Die kleine Handelsstadt mit dem historischen Hafenbereich ist so richtig nach unserem Geschmack. A propos Geschmack: es gibt mit "Kaatje bij de Sluis" ein mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant.
Blokzijl war sicherlich noch einmal ein richtiger Höhepunkt zum Abschluss unseres Törns.
Am kleinen Örtchen Vollenhove fahren wir vorüber. Hier wäre eine gute Gelegenheit, im Passantenhaven anzulegen, doch wir gehen lieber auf "Nummer sicher" und fahren noch heute Abend zur Charterbasis zurück.
Der Vollenhoverkanaal endet, wir halten uns steuerbords. Am Eingang zur Zwolse Vaart bewältigen wir die Voorstersluis – unsere letzte Schleuse auf diesem Törn. Nun liegen noch rund acht Kilometer vor uns, dann haben wir die Charterbasis in Marknesse erreicht.
Ein abwechslungsreicher Törn liegt hinter uns. Bei unserem letzten Abendessen an Bord lassen wir diese schöne Woche noch einmal Revue passieren.


Abreisetag: Marknesse/Rückgabe

Nach einem gemütlichen Frühstück an Bord packen wir die restlichen Sachen. Danach die üblichen Rückgabe-Formalitäten.
Und schon auf der Heimfahrt besprechen wir unseren nächsten Törn.




***für private Zwecke: Törnbeschreibung als PDF zum Download***

 

 

Impressionen


Einfahrt in die Schleuse Terherne



Grou, Nieuwe Kade
Wir haben einen Platz ergattert



... unterwegs ...



... unterwegs ...



Een kopje koffie ...



... en een puntje appeltaart met slagroom :o)



... unterwegs ...



Aquädukt bei Akkrum



Morgenstimmung irgendwo zwischen Akkrum und Goingarijp



Lemmer



Lemmer



Lemmer



Bei Sloten



Sloten



Sloten



Woudsend



Woudsend



Einfahrt Sneek



Sneek Waterpoort



Gegenverkehr in Sneek



Sneek

 

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© Catrin Resch Neuss